Zwischenbilanz zum Jahresende 2014: ZUGFeRD mit PDF/A-3

PDF Association staff // December 10, 2014

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ZUGFeRDNach zwei intensiven Jahren mit ZUGFeRD ist das Jahresende eine gute Gelegenheit, eine kleine Zwischenbilanz aus meiner persönlichen und der Sicht der PDF Association zu ziehen.

Rückblickend war es aus unserer Sicht ein perfektes Timing, dass der ISO-Standard PDF/A-3 genau zu dem Zeitpunkt Ende 2012 zur Verfügung stand, als die FeRD-Gruppe mit dem Thema ZUGFeRD technisch aktiv wurde.
Nach 2 Jahren und vielen Anwender-Gesprächen bin ich wirklich überzeugt, dass PDF/A-3 die perfekte Dokumentenformat-Wahl für elektronische Rechnungen ist!

Auch vor ZUGFeRD gab es ja schon elektronische Rechnungen und PDF war hier schon weit verbreitet und PDF/A-3 verbindet jetzt beide Welten optimal.
Wer als Rechnungs-Empfänger noch keine elektronische Verarbeitung realisieren will, bekommt nach wie vor eine PDF-Rechnung und kann diese mit einem beliebigen PDF-Viewer einfach öffnen, drucken, manuell prüfen und bezahlen.
Wer in das Thema elektronische Rechnung einsteigt, „zupft“ sich die ZUGFeRD-XML aus der PDF-Datei und verarbeitet diese automatisch in seinem ERP-System oder einem anderen Rechnungsverarbeitungs-System.
Für die Archivierung steht aber die komplette PDF/A-3 Datei zur Verfügung, die sowohl das Belegbild der Rechnung als eben auch die XML-Datei beinhaltet.

Bei meinen Aktivitäten in der FeRD-Gruppe rund um ZUGFeRD fallen mir persönlich immer wieder viele Analogien zu PDF/A auf, als PDF/A damals in 2006 „brandneu“ war. Das Jahr 2013 war davon geprägt, das ZUGFeRD-Modell überhaupt erst mal bei den Anwendern und im Markt bekannt zu machen und es hat sich wieder mal gezeigt, dass ein neuer Standard einfach seine Zeit braucht, bis er in realen Anwendungen genutzt wird. Im Folgejahr gab es eine erste PDF/A-Konferenz und auch in 2014 war die 1. FeRD-Konferenz in Berlin sicher ein Highlight!
Auch nach 2 Jahren sind aktuelle Anwendungen mit ZUGFeRD meist noch Pilot-Projekte, aber die Erfahrung aus dem PDF/A-Umfeld stimmt mich sehr optimistisch, dass ZUGFeRD ab 2015 in der Praxis „weiter galoppieren“ wird!

Neben meiner Funktion in der PDF Association bin ich auch für die LuraTech tätig und hier haben wir es im Laufe des Jahres problemlos geschafft, die Ausgangs-Rechnungen als ZUGFeRD-Rechnungen an unsere Kunden zu versenden.
Dafür braucht es auch keine „Super-PDF-Spezialisten“, sondern unsere non-IT Administration kann einfach mit einem weiterem Klick in der LexWare-Warenwirtschaft die ZUGFeRD-XML exportieren und im Hintergrund wird die PDF/A-3 Datei erzeugt, die dann an die Kunden geschickt werden kann. Also auch kleine Unternehmen können ZUGFeRD mit einem sehr überschaubarem Aufwand realisieren.

Zu Weihnachten darf man sich ja auch was wünschen:
Aus Sicht des ZUGFeRD-Standards wäre es gut, wenn in 2015 noch viele, weitere ERP-Hersteller ZUGFeRD direkt in Ihren Systemen unterstützen.
Eher ein mittelfristiger Wunsch, aber ZUGFeRD bietet auch B2C-Potenzial und als Endverbraucher würde ich eine Strom- oder Telekom-Rechnung gerne einfach in mein Online-Banking laden und eine vorgefertigte Überweisung bekommen statt mit vielen Tippfehlern zu versuchen, die IBAN richtig einzutippen.

Als Partner der FeRD-Gruppe freuen wir uns auf die weitere Zusammenarbeit in 2015.


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The PDF Association is the meeting-place of the PDF industry. The staff of the PDF Association are dedicated to delivering the information, services and value the members have come to expect. Staff members of the PDF Association include: Duff Johnson (Executive Director) Thomas Zellmann (Managing Director) Matthias Wagner (Operations Director) Alexandra Oettler (Editor) Nicole Gauger (Editor)

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