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PDF Association

Mission Statement: To promote Open Standards-based electronic document implementations using PDF technology through education, expertise and shared experience for stakeholders worldwide.
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PDF Association mit transatlantischer Führungsspitze

Dietrich von Seggern ist neuer stellvertretender Vorstandsvorsitzender der PDF Association Berlin. Der Vorstand der PDF Assocation hat Dietrich von Seggern, Geschäftsführer der callas software GmbH, zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Mat …

PDF Days Europe unterstreichen Bedeutung von PDF als wichtigen Bestandteil von Geschäftsprozessen

Berlin. Mit erstmals mehr als 200 Teilnehmern waren die diesjährigen PDF Days Europe in Berlin ein großer Erfolg. Die Agenda mit 35 Fachvorträgen, Anwenderpräsentationen und Diskussionen beleuchtete sämtliche Bereiche der PDF-Technologie. Sowohl die zu …

Videoaufzeichnungen und Präsentationen der PDF Days Europe 2017 jetzt verfügbar!

Hier finden Sie ca. 35 spannende Vorträge der PDF Days Europe 2017!

Positives Feedback für die PDF Days Europe 2017!

Mit erstmalig mehr als 200 Teilnehmern waren die diesjährigen PDF Days Europe in Berlin ein großer Erfolg. Auch die ersten Ergebnisse einer Umfrage sprechen eine deutliche Sprache: Die Teilnehmer lobten die führende PDF-Veranstaltung für die topaktuellen Präsentationen, hervorragende Möglichkeiten des Networkings und als gelungene Plattform, um sich ihr persönliches Wissenspaket zu PDF als weltweiten Standard zu schnüren.

Die finale Agenda der PDF Europe 2017 als Download verfügbar!

Bislang haben sich mehr als 150 Teilnehmer zu den PDF Days Europe 2017 angemeldet!

PDF 2.0: Der weltweite Standard für elektronische Dokumente hat sich weiterentwickelt


ISO 32000-2 cover illustrationDas Portable Document Format, kurz PDF, ist vielleicht das geläufigste Beispiel für einen De-facto-Standard. Sogar Wikipedia erwähnt es auf seiner Seite zu diesem Thema.

Von Ethernet über HTTP bis zu CSS besteht die moderne IT aus Hunderten von Standards. Die Art und Weise, in der PDF den spezifischen Wert der Standards veranschaulicht, ist für das PDF-Leistungsversprechen nahezu einmalig. Während es Ausnahmen gibt, sind PDF-Dateien grundsätzlich völlig eigenständig, komplett interoperabel und funktionieren gleichermaßen gut mit standardkonformer PDF-Software von jedem Anbieter. Unabhängig von der Wahl der Software können Anwender gleichwertige Ergebnisse erzielen. Diese Kernkompetenz – dass PDF gleiche Ergebnisse trotz unterschiedlicher Software ermöglicht – ist der Schlüssel zum Erfolg der Technologie.

Von Adobe Systems erfunden und 1993 erstmals veröffentlicht, wurde Adobe’s PDF-Version 1.7 im Jahre 2008 zu ISO 32000-1. Seitdem haben mehr als 40 Mitglieder der ISO TC 171 SC 2 WG 8 aus 20 Ländern zur Entwicklung der PDF-Spezifikation beigetragen.

Die bestehenden Funktionen von PDF

PDF 2.0 ist nicht der Grund, weshalb PDF eines der leistungsstärksten und flexibelsten Formate geworden ist, die jemals erfunden wurden. Hier nun einige der Möglichkeiten (die meisten sind fast 20 Jahre alt!), die PDF beinhaltet:

  • Wie bereits oben erwähnt, werden Dokumente unabhängig von Gerät, Plattform und Software originalgetreu wiedergegeben
  • das Zusammenführen von Inhalten aus verschiedenen Quellen – Webseiten, Textverarbeitungsprogrammen, Tabellenkalkulationen, Scans, Fotos und Grafiken – in ein einziges, in sich geschlossenes Dokument unter Beibehaltung der Integrität aller Originalquellen
  • ein erweiterbares Metadatenmodell auf Dokument- und Objektebene
  • gemeinschaftliches Bearbeiten von Dokumenten über mehrere Standorte oder Plattformen hinweg
  • digitale Signaturen, um die Authentizität nachzuweisen
  • Sicherheit und Berechtigungen, damit der Autor die Kontrolle über das Dokument und die damit verbundenen Rechte behalten kann
  • Barrierefreiheit von Inhalten für Menschen mit körperlichen Einschränkungen
  • Extraktion und Wiederverwendung von Inhalten für den Einsatz im Zusammenhang mit anderen Dateiformaten und Anwendungen
  • elektronische Formulare zum Sammeln und / oder Darstellen von Daten innerhalb von Geschäftssystemen
„PDF 2.0 setzt die Weiterentwicklung des weltweit führenden portablen Dokumentenformats fort und enthält Schlüsselaktualisierungen, während es die Stärken von PDF ausbaut. PDF 2.0 verbessert die Vitalität und Leistungsfähigkeit des gesamten Dokumentenökosystems – indem es die Anforderungen der Anwender heute und Zukunft bedient. Dies stellt jedoch nicht das Ende der Reise dar: PDF wird sich weiterentwickeln, um künftigen Anforderungen gerecht zu werden, so wie es seit seiner Entstehung vor fast einem Vierteljahrhundert der Fall ist.“Matt Kuznicki
CTO, Datalogics & Chairman, PDF Association


„PDF ist heute so einfach zu verwenden, dass es als gegeben wahrgenommen wird. Oft vergessen Menschen, dass es tatsächlich eine Technologie ist, die mehr als 20 Jahre alt ist – Äonen in der IT-Welt. Das Tolle an PDF 2.0 ist, dass es fast jeden Teil von PDF erneuert, ohne eine seiner Funktionen und USPs zu entfernen oder erheblich zu verändern. Seine vielen Klärungen und Modifikationen sind die Umsetzung vieler Erfahrungen, die die Community in diesen 20 Jahren gesammelt hat.“Dietrich von Seggern
Geschäftsführer, callas software & stellvertretender Vorsitzender, PDF Association


„PDF 2.0 ist ein großer Schritt in der Evolution der PDF-Technologie. Es stellt ein großartiges Ergebnis der gemeinsamen Anstrengung führender Spezialisten auf diesem Gebiet dar. Bemerkenswerte Aktualisierungen des Sicherheitsmodells und der logischen Struktur bringen PDF auf den neuesten Stand in der ständig wechselnden digitalen Welt.“

Boris Doubrov
CEO, Dual Lab


Steven Li„Wir freuen uns sehr, dass die PDF-2.0-Anstrengung endlich zum Tragen kommt. Es ist ein wichtiger Schritt in der Evolution von PDF als offener und unabhängiger Standard. Wir bei Foxit sind glücklich über die Möglichkeit, eine PDF 2.0 konforme Softwarepalette auf den Markt zu bringen, und bemühen uns, früh unter den besten in der Gruppe der PDF-Anbieter zu sein. Wir freuen uns besonders über einige der neuen Funktionen, die den Nutzen von PDF-Dokumenten weiter verbessern und sehen einer breiten Annahme positiv entgegen.“

Steven Li
CTO, Foxit


„Nitro freut sich über die Veröffentlichung des PDF-2.0-Standards. Dies wird ein Wendepunkt für digitale Dokumente sein: Jeder kann nun von einem international anerkannten, wirklich offenen Standard profitieren. Dies ist eine große Sache für diejenigen von uns, die an der digitalen Transformation interessiert sind. Wir freuen uns darauf, den neuen Standard zu unterstützen.“

Justin Durkan
Director of Desktop Engineering, Nitro


„Als aktives Mitglied der ISO-Arbeitsgruppe, die PDF 2.0 entwickelt hat, ist Adobe gespannt auf die Veröffentlichung. Die vergangenen acht Jahre Diskussion und Debatten unter Experten aus der ganzen Welt haben zu dem geführt, wovon wir glauben, dass es die bislang am besten zugängliche Version des PDF-Standards ist.“

Leonard Rosenthol
PDF Architect, Adobe Systems

Was hat sich verändert?

In PDF 2.0 bleiben die Grundlagen von PDF bestehen, so dass vielleicht die wichtigste Erweiterung auch die dezenteste ist. PDF 2.0 adressiert Unklarheiten, korrigiert Fehler und aktualisiert normative Verweise. Hunderte von anderen Seiten wurden mehr oder weniger angefasst.

Obwohl diese Veränderungen keine neuen Funktionen an sich darstellen, vereinfachen sie es, die Spezifikation zu implementieren. Kurz: PDF 2.0 macht es für Entwickler einfacher und weniger kostspielig, ihren Support für die PDF-Technologie auf allen Ebenen zu verbessern.

Neue Funktionen

PDF 2.0 enthält zusätzlich zu den Verbesserungen der bestehenden Spezifikation viele neue Funktionen:

  • Unverschlüsselte Wrapperdokumente ermöglichen die Bereitstellung von gesicherten PDF-Dateien in einem lesbaren “Anschreiben” -Dokument.
  • Es gibt neue Unterstützung für Rich-Media-Kommentare, Geospatial-Funktionen und PRC, ein 3D-Format.
  • Zugeordnete Dateien, die zuerst mit PDF/A-3 eingeführt wurden, erstrecken sich nun auf jedes PDF 2.0-Dokument, und ermöglichen maschinell lesbare Metadaten für Dateien, die dem PDF beigefügt sind. Anwender profitieren von der Möglichkeit ihrem PDF-Dokument Quell-, Daten- und andere Dateiformate als Anhang hinzuzufügen.
  • Das Kapitel 14.8 zu getaggtem PDF ist  mit einem überarbeiteten Tag-Set, Unterstützung für Namensbereiche und MathML sowie Aussprachehinweisen komplett überholt worden. Das Ergebnis sind noch zugänglichere Dokumente, die auch viel einfacher  für die Text-Extraktion wiederzuverwenden sind, die Umwandlung in HTML für kleine Endgeräte und vieles mehr.
  • Die Funktionen der digitalen Signatur wurden aktualisiert, um den neuesten Spezifikationen gerecht zu werden, so dass Anwender neue Optionen für die Überprüfung von digital signierten PDF-Dokumenten haben.
  • PDF unterstützt jetzt den aktuellen Standard 256-Bit-AES-Verschlüsselung.

Erweiterungen der vorhandenen Funktionen

PDF 2.0 enthält signifikante Erweiterungen bestehender Funktionen. Folgende Auflistung sind nur die Highlights…

  • Transparenz- und Mischmodusattribute für Kommentare
  • Polygon/Polyline-Pfade
  • 256-Bit-AES-Verschlüsselung
  • ECC-basierte Zertifikate
  • Unicode-basierte Passwörter
  • Anforderungen für Dokumentenverknüpfungen
  • Seitenebene- und referenzierte (externe) Output Intents
  • Vorschaubilder für eingebettete Dateien
  • Hinterlegbarkeit von realen Entfernungsangaben (für Geodaten)
  • GoToDp und RichMediaExecute-Aktionen
  • Erweiterung zu GoTo und GoToR, um die Verknüpfung mit einem bestimmten Strukturelement zu unterstützen
  • 3D-Messungen und Erweiterungen zu 3D-Betrachtungsverhältnissen, inkl. Transparenz
  • Mehrere neue Strukturelemente, einschließlich Aside, DocumentFragment, Hn (wo n > 6), Titel, FENote, Sub, Em, Strong und Artefakt-Strukturelemente
  • Erweiterungen zu Outputintents (MixingHints und SpectralData)

Komplett neu gefasste Kapitel

Sechs wichtige Kapitel wurden vollständig überarbeitet, um Klarheit und Konsistenz zu erreichen. Hervorzuheben sind vor allem die Kapitel zu Transparenzen, Tagged PDF und Wiederverwendbarkeit. Bei den umgeschriebenen Bereichen handelt es sich um:

  • 7.4.7 „JBIG2Decode filter“
  • 10.1 – 10.3, „Rendering“
  • 11, „Tranzparenz“
  • 12.8, „Digitale Signaturen“
  • 14.3, „Metadaten“
  • 14.8, „Tagged PDF“
  • 14.9, „Wiederverwendung und Barrierefreiheit“

Bereinigungen

ISO 32000-2 ist die erste PDF-Spezifikation, die vollständig innerhalb der ISO-Richtlinien und des Prozesses entwickelt wurde. Sie unterstützt nicht-proprietäre Technologien und sorgt für einheitliche Wettbewerbsbedingungen von Software-Anbietern, die elektronische PDF-Dokumente erstellen, anzeigen, bearbeiten oder anderweitig verarbeiten. Zusätzlich hat das ISO-Komitee im Zuge der Modernisierung von Funktionen veraltete Aspekte gestrichen („deprecated“), um die Situation für die Implementierer zu vereinfachen. Dazu zählen:

  • XFA (inkl. NeedsRendering)
  • Film-, Ton- und TrapNet-Kommentare (ersetzt durch RichMedia-Kommentare)
  • Metadaten im Info-Dictionary
  • Zugangsregelungen über DRM
  • ProcSets
  • OS-spezifische Dateispezifikationen und Ergänzungen zum Starten von Aktionen
  • Namen für XObjekte und Schriftarten
  • Alternative Darstellungen
  • Open Prepress Interface (OPI)
  • CharSet (Für Typ1-Schriften)
  • CIDSet (für CID-Schriften)
  • Prepress-Viewer-Präferenzen (ViewArea, ViewClip, etc.)
  • NeedAppearances
  • adbe.pkcs7.sha1 und adbe.x509.rsa_sha1
  • Verschlüsselung von FDF-Dateien
  • Kennzeichnung als „verdächtig“ im MarkInfo-Wörterbuch
  • UR-Signaturen

Zusammenfassung

Neun Jahre in der Entwicklung ist PDF 2.0 eine evolutionäre und revolutionäre Spezifikation.

  • Evolutionär, denn auf einer Ebene führt PDF 2.0 den Kernvorteil von PDF mit einer besseren Dokumentation und weniger Unklarheiten fort.
  • Revolutionär, da PDF 2.0 eine Welle von PDF-bezogenen Möglichkeiten wie fortgeschrittene Wiederverwendung und Zugänglichkeit, 3D-Modelle, die neueste digitale Signatur-Technologie, eingebettete Dateien und mehr in einem Paket einleiten wird.

Als solches erweitert und stärkt PDF 2.0 die in PDF bereits vorhandene solide Basis für neue Anwendungsfälle, Möglichkeiten und Workflows – und bleibt dabei den zentralen Werten von PDF treu.

Es ist Zeit für PDF 2.0.

 


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