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PDF Association

Mission Statement: To promote Open Standards-based electronic document implementations using PDF technology through education, expertise and shared experience for stakeholders worldwide.
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Einschätzungen von Experten


Die Accessiblity-Experten Klaus-Peter Wegge und Markus Riesch berichten über ihre ersten Eindrücke von PDF/UA und geben eine Einschätzung zur weiteren Verbreitung.

Foto - Klaus-Peter Wegge, Siemens AGKlaus-Peter Wegge, Siemens AG: Klaus-Peter Wegge leitet das „Accessibility Competence Center“ der Siemens AG in Paderborn. Der studierte Informatiker setzt sich seit 1995 für die barrierefreie Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen ein. Sein Team berät, entwickelt und erprobt neue Techniken und Anwendungen im Bereich Barrierefreiheit sowohl in vielfältigen Kundenprojekten als auch in europäischen Forschungsprojekten. Er vertritt zudem als Accessibility-Experte und selbst Betroffener das Thema in Industrieverbänden wie BITKOM und DIGITALEUROPE, engagiert sich in der internationalen, europäischen und nationalen Normung und berät staatliche Gremien bei der technischen Umsetzung der Barrierefreiheit.

„Die Norm war längst überfällig! Das Konzept von PDF/UA wirkt schlüssig und ist stringent. Es lässt hoffen, dass Barrierefreiheit in PDF-Dokumenten durchgängig, fehlerfrei und einfacher als bisher möglich wird. Ich würde mich über eine rasche Verbreitung von PDF/UA freuen. Solange aber PDF/UA-Dateien nicht einfach und direkt aus den verbreiteten Textverarbeitungsprogrammen erstellt und vom Schreiber selbst unmittelbar geprüft werden können, sehe ich Akzeptanzprobleme. 

Auch Screenreader sollten möglichst bald PDF/UA umfassend unterstützen. Der Screenreader NVDA ist hierbei schon Vorreiter. Es wäre sehr zu begrüßen, wenn sich PDF/UA-Dokumente mit kostenfreien Tools in andere Formate, zum Beispiel HTML oder DAISY, konvertieren ließen. Wir werden PDF/UA zunächst systematisch erproben, bevor wir das Format unseren Kunden empfehlen oder selbst einsetzen. Eine möglichst baldige und flächendeckende Verbreitung von PDF/UA wäre ein wirklicher Fortschritt für behinderte Nutzer und würde die berechtigte Diskussion um die Barrierefreiheit von PDF endlich beenden.“

Markus Riesch, Markus Riesch, „Zugang für alle“: Markus Riesch ist seit 2004 Geschäftsführer der schweizerischen Stiftung „Zugang für alle“. Er engagiert sich für den Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien für Menschen mit Behinderungen und vertritt ihre Interessen in nationalen und internationalen Gremien. Er ist Mitglied der Arbeitsgruppe des Bundes zur Erstellung von Richtlinien zur Gestaltung barrierefreier Websites (P028) und leitet die eCH-Fachgrupppe Accessibility.

„PDF/UA ist ein wichtiger Schritt in Richtung Barrierefreiheit von PDF. Denn erst durch einen internationalen Standard wird es möglich, dass Autorentools, Prüfwerkzeuge, Browser und Hilfsmittel wie Screenreader die notwendigen technischen Spezifikationen übernehmen. PDF/UA schafft hier klare Vorgaben, an denen sich sowohl Softwareentwickler als auch Ersteller von PDF orientieren können. Schlussendlich gibt der internationale Standard Gesetzgebern die Möglichkeit, in ihren Gesetzen weltweit darauf zu referenzieren. Somit lassen sich diese Gesetze besser umsetzen. 

Wenden alle Seiten PDF/UA an, wird es möglich, dass alle Menschen, unabhängig ihrer Fähigkeiten oder Einschränkungen, PDF-Dokumente lesen können. Wir möchten dazu einen Beitrag leisten. Daher entwickeln wir gerade das erste Prüftool für PDF/UA-konforme PDFs, den PDF Accessibility Checker 2.0 für Windows. Er wird von der Stiftung ‚Zugang für alle‘ kostenlos zur Verfügung gestellt werden.“

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Categories: PDF/UA (Barrierefreiheit)