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PDF Association

Mission Statement: To promote Open Standards-based electronic document implementations using PDF technology through education, expertise and shared experience for stakeholders worldwide.
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Die TR Resiscan geht um – mit PDF/A!

Hans-Joachim Hübner, Head of Solutions and Sales beim SRZ Berlin, informiert über das ersetzenden Scannen nach Vorgaben der TR Resiscan und welche entscheidende Rolle dabei das PDF-Format spielt.

Das digitale Dokumentenformat

Ein Text-Dokument ist eine Aufzeichnung von geschriebenen Inhalten zu einem bestimmten Zeitpunkt – eine Veröffentlichung, ein Vertrag, eine Erklärung oder auch ein Bild. Lange bevor Computer (und Scanner) vorhanden waren, wurden Papyrus und Pergament primär dafür genutzt, um diese Aufzeichnungen aufzubewahren.

Vertreter der PDF Association erhielten ISO Excellence Award

Duff Johnson, Executive Director der PDF Association und Peter Wyatt, Co-Chair des PDF Competence Center der PDF Assocation, wurden mit dem ISO Excellence Award ausgezeichnet.

Save the Date: PDF Days Europe 2018, 14. – 16. Mai, in Berlin

Die PDF Days Europe ist die bekannteste und beliebteste PDF-Veranstaltung des Jahres. Sie ist der Treffpunkt der gesamten PDF-Branche, bei der sich Endanwender, Entwickler und Hersteller gleichermaßen über die neuesten Trends aus dem PDF-Bereich informieren können.

2022: Das letzte Jahr papierbasierter Aktenhaltung

Das Nationalarchiv der Vereinigten Staaten von Amerika (NARA) ist die finale Aufbewahrungsstelle für die von allen anderen Behörden der US-Bundesregierung erstellten Langzeitaufzeichnungen.

Die Geschichte von PDF/UA im Überblick


Die erste PDF-Version – PDF 1.0 – erschien 1993. Entwickelt wurde das Portable Document Format von der Firma Adobe Systems Incorporated, die daran auch stetig weiterarbeitet. In den zwei Dekaden seit seiner Veröffentlichung hat sich das Format rasant in aller Welt verbreitet, erleichtert es doch den Austausch und die Darstellung digitaler Dateien enorm. Es ermöglicht, unterschiedlichste Arten von Dokumenten originalgetreu und plattformunabhängig wiederzugeben und wird dabei von teilweise kostenlos erhältlichen Erstellungs- und Leseprogrammen sowie inzwischen auch direkt in Webbrowsern unterstützt.

Für viele Menschen, zum Beispiel mit Sehbehinderung, blieb das Dateiformat aber lange Zeit unzugänglich, da PDF ursprünglich auf die visuelle Präsentation fokussiert war. Den Zugriff auf Dokumentinhalte und ihre Struktur, wie ihn sogenannte assistive Technologien voraussetzen, beherrschte das Format nicht. Um dieses Problem zu lösen, führte Adobe 2001 mit der PDF-Version 1.4 (und erstmals umgesetzt in Adobe Acrobat 5) die sogenannten Tags ein, mit deren Hilfe ein herkömmliches PDF zu einem getaggten Dokument wird.

Im Jahr 2004 bildete sich in den USA, koordiniert durch den Verband AIIM (Association for Information and Image Management, www.aiim.org), eine Arbeitsgruppe, um einen Standard für barrierefreies PDF auf den Weg zu bringen. Dieser Standard sollte einheitliche Anforderungen an getaggte PDF-Dokumente festlegen, um eine qualitativ ausreichende Barrierefreiheit zuverlässig erreichen und überprüfen zu können.

Ein weiterer bedeutender Schritt stellte 2008 die Festlegung der Adobe-Spezifikation von PDF 1.7 (Acrobat 8) zum ISO-Standard dar – bei der ISO erschienen als „ISO 32000-1:2008. Document management – Portable document format – Part 1: PDF 1.7“. Die Referenz zum Standard steht auf der Adobe-Webseite kostenfrei zum Download bereit, die inhaltlich identische offizielle ISO-Version ist gegen Gebühr bei der ISO zu beziehen. Ebenfalls im Jahr 2008 veröffentlichte das World Wide Web Consortium (W3C) die WCAG 2.0. Sie löste die Vorgängerversion, die WCAG 1.0 von 1999, ab, und trug damit den seitdem erfolgten Entwicklungen im Internet Rechnung.

Im Jahr 2009 wurde aus der von AIIM koordinierten Arbeitsgruppe ein ISO-Normungsprojekt, nun befasste sich das ISO-Komitee ISO TC 171 SC 2 unter dem Vorsitz von Cherie Ekholm (Microsoft) mit PDF/UA. Zahlreiche Unternehmen (unter anderem Adobe, Microsoft, callas software, Design Science, NetCentric) engagierten sich aktiv bei der Normungsarbeit. Bereits ein Jahr später kam der Normentwurf ISO/DIS 14289-1 zur Vorstellung. Nach einer intensiven Abstimmungs- und Prüfphase wurde PDF/UA schließlich als ISO-Norm verabschiedet und im Juli 2012 als ISO 14289-1 veröffentlicht.

Aktuell arbeitet die deutsche Normungsorganisation DIN (Deutsches Institut für Normung e. V.) an einer deutschen Übersetzung der ISO 14289-1, die formelle Verabschiedung und Veröffentlichung wird für Herbst 2013 erwartet.

Auf internationaler Ebene bereitet die ISO derzeit den zweiten Normteil, PDF/UA-2, vor. Er wird auf der nächsten Version des PDF-Formats, PDF 2.0, basieren sowie Erfahrungen aus Entwicklung und Einführung von PDF/UA-1 aufgreifen. Neben weiter reichenden Möglichkeiten zur differenzierten semantischen Strukturierung ist vor allem mit der Unterstützung spezifischer Tag-Sets, u.?a. aus naturwissenschaftlichen Bereichen wie MathML oder ChemML, und spezialisierten Publikations-Tag-Sets wie DAISY oder DocBook zu rechnen.

Von PDF zu PDF/UA

  • 1993:? Adobe Systems veröffentlicht PDF 1.0
  • 1999:? Richtlinien für barrierefreie Webinhalte 1.0 (Web Content Accessibility Guidelines 1.0) des W3C
  • 2001:? PDF 1.4 integriert Tags zur Abbildung der logischen Inhaltsstruktur in ­PDF-Dokumenten
  • 2002:? Bundesgleichstellungs­gesetz BGG
  • 2002:? Barrierefreie Infor­mationstechnik-­Verordnung 1.0
  • 2004:? Start des PDF/UA-Projekts unter der Koordination von AIIM
  • 2008:? PDF 1.7 wird als ISO-Norm (ISO 32000) veröffentlicht
  • 2008:? UN-Behindertenrechtskonvention tritt in Kraft
  • 2008:? Richtlinien für barrierefreie Webinhalte 2.0 (Web Content Accessibility Guidelines 2.0) des W3C
  • 2009:? ISO übernimmt das PDF/UA-Projekt als ISO/NWI 14289
  • 2011:? Barrierefreie-Infor­mationstechnik-Verordnung 2.0
  • 2012:? ISO verabschiedet und veröffentlicht PDF/UA (ISO 14289-1)

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Categories: PDF/UA (Barrierefreiheit)