PDF modulo X – Wieviel Standard braucht die grafische Industrie?

Berlin, 29. August 2013 – Olaf Drümmer, Geschäftsführer der Berliner Unternehmen callas software GmbH und axaio software GmbH, führt zusammen mit Robert Zacherl, Gesellschafter der Impressed GmbH, eine Workshop-Reihe zum Thema PDF/X durch. Die Workshops richten sich an alle, die PDF Dokumente für die moderne Medienproduktion erstellen und verarbeiten – in der grafischen Industrie genauso wie in Unternehmen der Industrie und Wirtschaft, Behörden, Verbänden oder in der Aus- und Weiterbildung. Olaf Drümmer ist Ko-Autor der PDF/X-3-Norm und seit 2000 in der ISO-Standardisierung aktiv an der Entwicklung von PDF-Normen beteiligt. Robert Zacherl ist seit vielen Jahren im Bereich der Konzeption und Umsetzung von automatisierten Arbeitsabläufen in der digitalen Druckvorstufe tätig.

So mancher ist in der Praxis schon daran verzweifelt, PDF/X und Produktionsalltag zusammenzubringen. Da ergab die Prüfung unzulässige Farbangaben, oder ein Metadateneintrag fehlte. Beim Druck gab es aber kein Problem. Nur die Seitengröße – die stimmte nicht…

Die Vielfalt aus PDF/X-1a, PDF/X-3 und PDF/X-4, ganz zu schweigen von Ghent Workgroup oder PDFXready, macht es nicht leichter, den Überblick zu behalten. Spätestens bei OutputIntent, Transparenzverrechnungsfarbraum, XMP-Metadaten oder Konfigurationsangaben für optionalen Inhalt steigen viele gedanklich aus.

Dennoch – ohne PDF/X gäbe es keine Orientierung. Alle müssten sich immer wieder darauf einigen, welche Mindestanforderungen an ein Druck-PDF zu stellen sind, und herausfinden, ob die eingesetzte Software oder das Druckausgabesystem damit klarkommt. Aber: PDF/X alleine genügt nicht! Und: nicht alle Beteiligten müssen zwingend PDF/X beherrschen.

PDF/X alleine genügt nicht
PDF/X definiert Mindestanforderungen an Druck-PDFs. Noch viel wichtiger ist es, PDFs auf Produzierbarkeit im Hinblick auf Auftragsparameter und den eingesetzten Maschinenpark zu prüfen. Das ist nicht schwer, allerdings sind keine zwei Aufträge gleich. Hier hilft nur ein Hausstandard, der klar und eindeutig Abläufe definiert. Was geschieht, wenn der Beschnitt fehlt? Was ist, wenn Dateien RGB enthalten? Wird die Verarbeitung verweigert, oder gibt es einen Ablauf, der das Problem löst? Muss dann erneut eine Druckfreigabe eingeholt werden?

Nicht jeder muss PDF/X können
Eine große Anzahl an Druckvorlagen entsteht heute jenseits professioneller Mediendienstleistung. Produzierbar sind sie zumeist dennoch – oft aber erst nach sachgerechter Optimierung. Hier eröffnet sich eine große Chance: Kunde wegschicken – oder Problem lösen? Wer nicht Geld drauflegen will, muss hier gekonnt und möglichst automatisiert agieren. Vor allem schlägt hier aber die Stunde von PDF/X: Indem alle Produktions-Daten auf PDF/X normiert werden, ergibt sich eine stabile und wirtschaftlich sinnvolle Produktion. PDF/X muss nicht jeder können – aber für den Mediendienstleister bzw. die Druckerei ist PDF/X Pflicht.

PDF/X ist kein Allheilmittel
Aus über 10 Jahren intensiver Erfahrung mit PDF-Workflows hat ein Experten-Team um Robert Zacherl und Olaf Dru¨mmer eine modulare Strategie für effektive Medienproduktion mit PDF entwickelt. Die Module lassen klassische starre Ansätze hinter sich und eignen sich gleichermaßen für Einzelkämpfer, professionelle Dienstleister wie auch vollautomatisierte Web-Portale. Kunden lernen, was sie von einem modernen Dienstleistungspartner erwarten können, und wie Abläufe zwischen Kunde und Dienstleister optimal gestaltet werden können.

Der Kern der modularen Strategie basiert auf folgenden Leitgedanken:
•    PDF/X ist kein Allheilmittel, sondern muss auf konkrete Produktionsabläufe abgestimmt werden
•    der Kunde zahlt für Lösungen und Ergebnisse, nicht für Fehlermeldungen
•    wegen des immer größer werdenden Kostendrucks muss der Dienstleister ein hohes Maß an Produktionssicherheit erreichen
•    die Aufwände für manuelle Eingriffe müssen beim Kunden und beim Dienstleister auf ein Minimum reduziert werden
•    Transparenz in den Abläufen stärkt die partnerschaftliche Beziehung zwischen Kunden und Dienstleistern und erhöht die Kundenbindung

Diese Leitgedanken gelten unabhängig von Team- oder Unternehmensgröße für nahezu alle an der Medienproduktion Beteiligten. Wie man diese Leitgedanken sicher und effektiv umsetzt, zeigen Robert Zacherl und Olaf Drümmer im Workshop mit handfesten Informationen, praxisnahen Beispielen und erprobten Tipps und Tricks auf.

Der Workshop bietet Raum für Diskussionen. Fragen der Teilnehmer zu  Problemen aus der eigenen Praxis werden im Rahmen der zur Verfügung stehenden Zeit aufgegriffen. Die demonstrierten Abläufe lassen sich auf die meisten Workflows und Produktionsumgebungen übertragen und werden beispielhaft mit Adobe Acrobat, callas pdfToolbox und Enfocus Switch durchgeführt. Sämtliche Beispieldaten sowie Vortragsunterlagen werden den Teilnehmern im Anschluss an den Workshop per Download zur Verfügung gestellt. Eine Screenvideo-Aufzeichnung ermöglicht es, sich den Workshop nochmals anzusehen und das Gelernte zu vertiefen.

Welchen Nutzen bietet der Workshop?
Der Workshop schlägt eine Brücke über die Kluft aus PDF/X-Theorie und Produktionsalltag. Grundkenntnisse zu den PDF/X-Normen werden aufgebaut bzw. gefestigt, und die Notwendigkeit definierter Abläufe herausgearbeitet. Beginnend mit der Erstellung eines minimalen Prüfprofils und der Einrichtung von Korrektur-Profilen wird die Annahme, Überprüfung und Optimierung von Druck-PDFs am Desktop und im Automatisierungs-Kontext auf Seiten des PDF-verarbeitenden Dienstleisters vermittelt.

Ziel ist es, im Laufe des Prozesses PDF/X-4-Konformität zu erreichen und frühzeitig produktionsspezifische Parameter einzubeziehen. Definierte Abläufe sorgen dafür, dass die Produzierbarkeit der Druck-PDFs zu jedem Zeitpunkt gegeben ist. Kontroll- und Druckfreigabeprozesse werden mit einfachen Mitteln eingebunden.

Die häufigsten Stolpersteine werden erörtert und Strategien zu ihrer Vermeidung bzw. Überwindung vermittelt. Ausgehend von der Arbeit am Desktoprechner werden Automatisierungsoptionen wie spezialisierte Server, intelligente Workflow-Systeme oder Web-Portale herausgearbeitet. Themen wie E-Mail-basierte Freigabe, Online-Versionen, Transparenz- und Ebenen-Handling oder DeviceLink-Farb-Umrechnungen runden den Workshop ab. Workshop-Teilnehmer werden somit in die Lage versetzt, ihre eigene Arbeitsweise zu analysieren und mittels konkreter Handlungsempfehlungen PDFs für Druck und Online-Nutzung besser und wirtschaftlicher zu erstellen und zu verarbeiten.

Termine und Anmeldung

22.10.2013 Hamburg, Radisson Blu
http://www.amiando.de/pmx-hamburg

20.11.2013 München, Hotel Vitalis
http://www.amiando.de/pmx-muenchen

21.11.2013 Frankfurt, Intercontinental
http://www.amiando.de/pmx-frankfurt

Die Workshops finden jeweils von 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr statt. Die Teilnahmegebühr in Höhe von 149 EUR (inkl. MwSt.) beinhaltet die Teilnahme für eine Person, Kaffeepausen, Mittagessen, sowie Zugriff (per Download) auf sämtliche im Workshop verwendeten Unterlagen und Materialien.

In folgenden Fällen gilt eine reduzierte Teilnahmegebühr in Höhe von 79 EUR (inkl. MwSt.): weitere Teilnehmer aus dem gleichen Unternehmen, Mitarbeiter von Behörden, Verbänden, Bildungseinrichtungen und gemeinnützigen Organisationen, sowie Auszubildende, Studenten und Arbeitslose.

Über callas software
callas software bietet einfache Möglichkeiten, um komplexe Herausforderungen im PDF-Umfeld zu bewältigen. Als Innovator von Verfahren entwickelt und vermarktet callas software PDF-Technologien für das Publishing, die Produktionsstufe, den Dokumentenaustausch und die Dokumentenarchivierung.

callas software unterstützt Agenturen, Verlage und Druckereien darin, ihre Aufgabenstellungen zu lösen, indem es Software zum Prüfen, Korrigieren und Wiederverwenden von PDF-Dateien für die Produktion von Druckvorlagen und das elektronische Publizieren bereitstellt.

Unternehmen und Behörden aus aller Welt vertrauen den zukunftssicheren, vollständig PDF/A-konformen Archivierungslösungen von callas software.

Darüber hinaus ist die Technologie von callas software auch als Programmierbibliothek (SDK) für Entwickler erhältlich, die PDFs optimieren, validieren und korrigieren müssen. Software-Anbieter wie Adobe®, Quark®, Xerox® und viele andere haben verstanden, welche Qualität und Flexibilität die callas-Werkzeuge bieten, und haben sie in ihre eigenen Lösungen integriert.

callas software unterstützt aktiv internationale Standards und beteiligt sich aktiv in ISO, CIP4, der European Color Initiative (ECI), der PDF Association, AIIM, BITKOM und der Ghent PDF Workgroup. Darüber hinaus ist callas software Gründungsmitglied der PDF Association und seit Oktober 2010 ist der Geschäftsführer von callas software, Olaf Drümmer, Vorstandsvorsitzender des internationalen Verbandes.
Der Firmensitz des Unternehmens befindet sich in Berlin. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.callassoftware.com

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