PDF/UA – viel Potenzial für Organisationen

PDF/UA kompakt

Mit PDF/UA werden weltweit einheitliche Anforderungen für den Bereich der PDF-Barrierefreiheit definiert. Sie geben Orientierung für alle Beteiligten und gewährleisten, dass relevante Software, Hardware und elektronische Dokumente bestmöglich zusammenspielen, sofern sie standardkonform sind.

Ist dieses Zusammenspiel jedoch durch nicht ausreichend aufbereitete PDF-Dokumente technisch gestört, wird eine chancen­gleiche und selbstbestimmte Teilhabe an Informationen für Menschen mit Behinderungen eingeschränkt oder verhindert. Dies widerspricht dem Gedanken der inklusiven Gesellschaft, die zunehmend in Ländern in der ganzen Welt gesetzlich gefordert wird. So regelt Deutschland in seinen Gesetzen, dass digital angebotene Informationen von Bundes- und Landesbehörden für alle Menschen uneingeschränkt wahrnehmbar und nutzbar sein müssen. Das wachsende politische Interesse an der Umsetzung barrierefreier Informationstechnologien zeigt zudem einen Trend, nicht länger nur Einrichtungen der öffentlichen Hand in die Pflicht zu nehmen, sondern auch der privaten Wirtschaft abzufordern, ihre Informationen in barrierefreier Form anzubieten.

Inklusion: Soziale Inklusion bedeutet, dass jeder einzelne Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert wird. Jeder muss die Möglichkeit haben, in vollem Umfang an der Gesellschaft teilzuhaben.

PDF/UA hat bei der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben eine unterstützende Funktion. Standardkonforme PDF-Dokumente sind technisch barrierefrei und ermöglichen eine verbesserte Kommunikation vor allem für Menschen mit Behinderungen. Viele Gesetzgeber beziehen sich auf die WCAG 2.0, die internationale Richtlinie für barrierefreie Webinhalte. Diese Richtlinie kann in Bezug auf PDF durch Einhaltung der spezifischen und eindeutigen PDF/UA-Anforderungen erfüllt werden. Darüber hinaus reduzieren Organisationen ihr Haftungsrisiko, wenn sie Dokumente und Informationen auf der Grundlage international anerkannter Standards erstellen und weitergeben bzw. veröffentlichen.

Bereiten Firmen außerhalb der öffentlichen Hand aus freien Stücken ihre PDF-­Dokumente zugänglich auf, übernehmen sie unternehmerische Sozialverantwortung. Dies ist als wertvoller Baustein einer umfassenden und ganzheitlichen Corporate-Social-Responsibility-Strategie (CSR) anzusehen. Zudem können sich Unternehmen von ihrem Umfeld positiv abheben, da PDF/UA-Dateien derzeit eher noch die Ausnahme darstellen.

Neben dem sozialen Nutzen bringt PDF/UA auch wirtschaftliche Vorteile. So können einhergehend mit einer Imageverbesserung neue Kunden gewonnen und Marktpotenziale vergrößert werden. Dies bezieht sich vor allem auf Menschen mit Behinderungen. Zu ihnen zählt zunehmend auch eine älter werdende Bevölkerung, die als durchaus kaufkräftig und konsumfreudig gilt. Zahlreiche ältere Menschen leben häufig mit einer oder mehreren Einschränkungen, die sich im Laufe des Lebens entwickelt haben. Behinderungen können aber auch unabhängig vom Alter zum Beispiel durch einen Unfall zeitweise auftreten oder durch eine schwere Krankheit fortwährend vorliegen.

Außerdem können Behörden und Unternehmen mithilfe zugänglicher PDF-Dokumente auch all jene besser erreichen, die im Umgang mit dem Computer nicht geübt sind oder die verwendete Sprache im Dokument nur teilweise beherrschen oder der Schriftsprache nicht mächtig sind – je nach Definition sind in Deutschland einige Millionen Erwachsene Analphabeten, darunter 12 Prozent mit höherer Bildung.

Auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tabletcomputern steigt zudem die Nutzbarkeit von PDF-Dokumenten, da sich PDF/UA-konforme Dateien neu umbrechen und bildschirmgerecht darstellen lassen.

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About PDF Association

Founded in 2006 as the PDF/A Competence Center, the PDF Association exists to promote the adoption and implementation of International Standards for PDF technology.

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