Maßgebende Gesetze und Verordnungen

PDF/UA kompakt

International

Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention – UN-BRK): Die UN-Behindertenrechtskonvention konkretisiert die allgemein gültigen Menschenrechte für Menschen mit Behinderungen. Sie ist seit 2008 in Kraft.

Americans With Disabilities Act (ADA): Der US-amerikanische Kongress erließ 1990 das Bundesgesetz ADA, das in den Vereinigten Staaten jegliche Form der Diskriminierung aufgrund von Behinderung verbietet.

Rehabilitation Act, Section 508: In den Vereinigten Staaten wurde 1998 das Rehabilitationsgesetz durch den § 508 erweitert. Seitdem muss die US-Bundesregierung sicherstellen, dass ihre Informationstechnik für Menschen mit Behinderungen zugänglich ist.

Europa

EU Mandat 376: Die Europäische Kommission hat mit dem Mandat 376 die Normungsorganisationen CEN, CENELEC und ETSI beauftragt, das europäischen Vergaberecht zu harmonisieren. Sie arbeiten derzeitig an dem Standard EN 301459, der Anforderungen an Barrierefreiheit bei der Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen der Informations- und Kommunikationstechnologien durch die öffentliche Hand vorgeben wird.

Europäisches Barrierefreiheitsgesetz: Die Europäische Kommission bereitet ein europäisches Barrierefreiheitsgesetz vor.

Deutschland

Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (Behindertengleichstellungsgesetz – BGG): Das deutsche Bundesgesetz BGG regelt im § 11 seit 2002, dass Bundesbehörden ihre Internetauftritte und -angebote in Deutschland barrierefrei anbieten müssen. In einigen Ländern Deutschlands gelten vergleichbare Landesgesetze für die Behörden der Landesverwaltung.

Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (Barrierefreie-Informationstech­nik-Verordnung – BITV 2.0): Die BITV 2.0 nennt Mindestanforderungen, die Webangebote von Behörden der Bundesverwaltung erfüllen müssen und im Wesentlichen auf den Empfehlungen der WCAG 2.0 beruhen. In einigen Bundesländern gelten auf Landesebene vergleichbare eigene Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnungen.

Österreich

Bundesgesetz über die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz – BGStG): In Österreich gilt das Bundesgesetz BGStG. Es verpflichtet den österreichischen Bund seit 2005, eigene Leistungen und Angebote in einer zugänglichen Form bereitzustellen.

Schweiz

Bundesgesetz über die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz, BehiG): Das schweizerische BehiG trat 2002 in Kraft, damit Menschen mit Behinderungen in der Schweiz nicht länger benachteiligt werden.

Verordnung über die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen (Behindertengleichstellungsverord­nung, BehiV): Die BehiV verpflichtet in Artikel 10 die Schweizer Bundesbehörden, eigene Internetangebote barrierefrei aufzubereiten, damit sie für Menschen mit Behinderungen nutzbar sind.

Richtlinien des Bundes für die Gestaltung von barrierefreien Internetangeboten (P028): Die schweizerische Richtlinie P028 fordert, dass Websites des Bundes konform zur WCAG 2.0 sein müssen und die mittlere Konformitätsstufe AA erreicht werden muss.

Wichtige Standards

  • PDF/UA (ISO 14289-1:2012): Der ISO-Standard 14289-1 definiert alle wesentlichen Anforderungen an barrierefreie PDF-Dokumente sowie an PDF-Programme und assistive Technologien zur Nutzung von PDF/UA.
  • PDF 1.7 (ISO 32000-1:2008): Der Standard ISO 32000-1 spezifiziert das Dateiformat PDF.
  • WCAG 2.0 (ISO/IEC 40500:2012): Die „Richtlinien für barrierefreies Web“ des W3C in Version 2.0 sind identisch mit dem Standard ISO/IEC 40500.

<- zurück • Übersicht • vor ->

About PDF Association

Founded in 2006 as the PDF/A Competence Center, the PDF Association exists to promote the adoption and implementation of International Standards for PDF technology.

Hinterlasse eine Antwort