PDF/A Competence Center informiert auf dem 100. Deutschen Bibliothekartag in Berlin

Auch im Bereich der Bibliotheken wird PDF/A zunehmend eingesetzt – sowohl für Retrodigitalisierungen als auch für digitale Dokumente

Seit seiner ISO-Zertifizierung 2005 hat sich PDF/A sukzessiv als bevorzugtes Archivierungsformat etabliert. Immer mehr Unternehmen und Behörden nutzen die Vorteile des standardisierten Formates und profitieren damit unter anderem von Layouttreue und Volltextdurchsuchbarkeit ihrer PDF/A-Dokumente. Der neue Normteil PDF/A-2 beinhaltet Funktionen wie die Aufnahme des leistungsfähigen Kompressionsverfahrens JPEG 2000, das Zusammenfügen von PDF/A-Dateien via Collections, Layer z.B. für mehrsprachige Bücher und erweiterte Object Level XMP Metadaten.

Auch im Bereich der Bibliotheken wird PDF/A zunehmend eingesetzt – sowohl für Retrodigitalisierungen als auch für digitale Dokumente. So zieht die Deutsche Nationalbibliothek PDF/A allen anderen Dateiformaten vor, wenn es um die Anlieferung von Inhalten in digitaler Form geht. Erst auf Rang zwei steht ein „herkömmliches“ PDF. Die Österreichische Nationalbibliothek legt fest, dass angelieferte Dateien bevorzugt im PDF/A Format vorliegen sollen. Im Bereich der Universitätsbibliotheken wird PDF/A schon sehr häufig für die Bereitstellung von Diplom- und Doktorarbeiten auf Web-Servern eingesetzt, beispielsweise in der Universität Potsdam. Diese strebt an, dass künftig alle Dokumente, die auf dem eigenen Publikationsserver vorgehalten werden, in PDF/A vorliegen sollen. Darüber hinaus gibt es auch international Empfehlungen, unter anderem von der Libary of Congress in den USA und dem Centre for Long-term Digital Preservation in Schweden.

Somit trägt das PDF/A Competence Center dem Anliegen des Deutschen Bibliothekartags Rechnung, bei dem sich mehr als 3000 Bibliothekare aus allen Bundesländern fortbilden, Erfahrungen austauschen und neue Tendenzen sowie Entwicklungen im Bibliothekswesen kennen lernen. Am Stand des PDF/A Competence Center können sich die Besucher umfassend zur (Retro)-Digitalisierung und anderen Themen informieren. Dazu gehören die Metadaten, die im PDF/A-Standard enthalten sind. Hans-Joachim Hübner vom SRZ und Thomas Zellmann von LuraTech stehen als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung. Sie halten auch kostenfreie Bücher bereit, die weitere Informationen zu PDF/A und deren Einsatzgebiete beinhalten.

Über PDF/A

PDF/A ist der ISO Standard 19005 für die Langzeitarchivierung im PDF- Format. Es stellt eine eingegrenzte Variante von PDF dar, ein standardisiertes Profil zur Verwendung von PDF in der Langzeitarchivierung. Der Standard schreibt detailliert vor, welche Inhalte erlaubt sind und welche nicht. Durch diese und andere Vorschriften soll eine langfristige Lesbarkeit der Dokumente garantiert sein – und zwar unabhängig davon, mit welcher Anwendungssoftware und auf welchem Betriebssystem sie ursprünglich erstellt wurden. Die Vorteile von PDF/A, wie zum Beispiel die Fähigkeit zur Volltextsuche, machen es zu einem bevorzugten Archivierungsformat, das bei zahlreichen internationalen Behörden und Unternehmen das TIFF-Format inzwischen verdrängt hat.

Über das PDF/A Competence Center

Das PDF/A Competence Center wurde 2006 als internationaler Verband gegründet. Ziel des Verbandes ist die Förderung des Informations- und Erfahrungsaustausches auf dem Gebiet der Langzeitarchivierung gemäß ISO 19005: PDF/A. Der Vorstand setzt sich aus Führungskräften der Unternehmen Appligent Document Solutions Inc., callas software GmbH, Compart AG, Crawford Technologies Inc., intarsys consulting GmbH und LuraTech Europe GmbH zusammen. Innerhalb von weniger als zwei Jahren traten über 100 Unternehmen und diverse Experten aus mehr als 20 Ländern dem PDF/A Competence Center als Mitglieder bei. Vorstandsvorsitzender ist Olaf Drümmer, Geschäftsführer der callas software GmbH. Duff Johnson, CEO der Appligent Document Solutions, ist stellvertretender Vorstandsvorsitzender.

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The first of the PDF Association's Competence Centers.