PDF/A Competence Center Newsletter Ausgabe 13: Dezember 2009

Standards erleichtern die Weiterentwicklung

Die Themenübersicht

 


 

 

Leonard RosentholSehr geehrte Leser,

Adobe freut sich, Ihnen die aktuelle Ausgabe des PDF/A Competence Center Newsletter präsentieren zu dürfen. Im Fachthema stellen wir Ihnen kurz die “Nachbar”-Standards PDF/X und PDF/E von PDF/A vor. In der Mitgliedervorstellung von Adobe haben wir uns auf PDF, Acrobat und LiveCylce konzentriert.

Leonard Rosenthol,
PDF Standards Architect, Adobe Systems Inc.


 

AKTUELL

Standards erleichtern die Weiterentwicklung

1993 wurden das PDF-Format mit Adobe Acrobat 1.0 von Adobe Systems erstmals vorgestellt. Nach den Standardisierungen von PDF für spezielle Anforderungen wie Druckvorstufe mit PDF/X, Archivierung mit PDF/A, Engineering mit PDF/E unternahm Adobe vielfältige Anstrengungen, um das Format für eine universelle Nutzung standardisieren zu lassen. Im Juli 2008 wurde PDF 1.7 von der International Organisation for Standardization (ISO) offiziell als offener Standard ISO 32000 zertifiziert. Der Vorteil: Der offene PDF Standard ist seitdem Hersteller unabhängig und bietet langfristige Zuverlässigkeit. Anpassungen und Weiterentwicklungen des PDF Formats sind unabhängig von Adobe. Adobe reicht jedoch seine Weiterentwicklungen des PDF Formats an die ISO zur Einarbeitung in den Standard weiter. So entspricht die aktuelle PDF Spezifikation von Acrobat 9.1 dem ISO 32000 Standard mit Adobe Extension Level 5.

FACHTHEMA

Der ISO Standard PDF/X

PDF/X ist der ISO Standard (ISO 15930) für PDF-Druckvorlagen. PDF/X definiert eine Untermenge von PDF speziell für die Anforderungen der Druckindustrie. Kurz gesagt werden einfach PDF-Inhalte, die die Vorhersehbarkeit des Druckergebnisses beeinträchtigen könnten oder sich nicht sinnvoll drucken lassen (beispielsweise Video, Audio, ausfüllbare Formularfelder, Sicherheitseinstellungen) untersagt – und Angaben, die für die präzise Kommunikation mit dem Druckdienstleister erforderlich sind (beispielsweise Anschnitt und Farbangaben) vorgeschrieben. Die Norm wurde für den Austausch von Anzeigendaten im Print-Business und die Übermittlung von Vorlagen für Druckaufträge entwickelt. Die Einhaltung der Anforderungen lässt sich im PDF-Workflow beispielsweise mit dem Preflight-Werkzeug von Adobe Acrobat 9 Pro überprüfen. Dadurch kann die Übermittlung von Druckvorlagen erheblich zuverlässiger gestaltet werden. Im Medienstandard Druck, den vom Bundesverband Druck und Medien herausgegebenen Richtlinien zur Übergabe von Daten und Proofs für die Druckproduktion, wird PDF/X seit 2001 als bevorzugtes Datenformat empfohlen. PDF/X-Dateien enthalten beispielsweise Angaben zur Seitengröße der beschnittenen Seiten (TrimBox) und zu eventuell erforderlichen Beschnittzugaben (BleedBox). Sie dürfen keine LZW-Kompression enthalten, Notizen und Kommentare sind nur eingeschränkt erlaubt (außerhalb des bedruckten Bereichs). Es darf kein JavaScript (für PDF-Formulare) enthalten sein, verwendete Schriften müssen eingebettet sein. Farbangaben müssen bestimmten Anforderungen genügen.

PDF/X existiert in einer Vielzahl von Varianten, die durch ein Zahlenkürzel und eine Jahresangabe gekennzeichnet sind. Es existieren für die unterschiedlichen PDF/X-Varianten auch 5 verschiedenen Varianten, wobei PDF/X-1a und PDF/X-3, die momentan am weitest verbreiteten Standards sind:

  • PDF/X-1a:2001 (Untermenge von PDF 1.3, Graustufen, CMYK und/oder Spot Colors only)
  • PDF/X-2:2003 (Superset von PDF/X-3 „OPI-like“ Workflow)
  • PDF/X-3:2002 (Superset von PDF/X-1a, Geräteunabhängige Farbräume, Farbmanagement über ICC Profile)
  • PDF/X-4:2007 (PDF/X-3 mit PDF 1.6 Support, komplettes Transparenzmodell, XMP Support)
  • PDF/X-5:2007 (Erweiterung von PDF/X-4 mit Verweis auf Externe Referenzobjekte)

Das PDF/E-Format – speziell für den Engineering-Bereich

PDF/E basiert auf Ergebnissen den PDF/A Arbeitsgruppe und hat folgenden Ziele:

  • Zuverlässige und sichere Verteilung des geistigen Eigentums
  • Zuverlässiger Datenaustausch und Change Management zwischen verschiedenen Applikationen und Plattformen
  • Kostenreduzierung durch Einsparung von proprietären Viewern, Formaten und Papier

In PDF/E werden die folgenden drei Hauptbereiche abgedeckt:

  1. Exaktes Drucken von 2D Zeichnungen in den DIN Formaten
  2. Zusammenführung komplexer Engineering-Daten in ein kompaktes PDF (3D, Objektdaten, etc.)
  3. Unterstützung des sicheren Austauschs von Bemerkungen, Redlining und Kommentaren

Unterschiede von PDF/E gegenüber normalem PDF:

  • Alle Schriftfonts müssen enthalten sein
  • Keine externen Ressourcen – sämtliche Inhalte müssen Bestandteil der PDF Datei sein
  • Layer, 3D und Multimedia Inhalte sind eingeschränkt um Zuverlässigkeit zu garantieren

Unterschiede von PDF/E gegenüber PDF/A:

  • Basiert auf PDF 1.6 und unterstützt Funktionen wie Bemaßung, Objekt Eigenschaften und Druck Skalierung
  • Erlaubt interaktive Medien und 3D
  • Erlaubt Sicherheit/Verschlüsselung und Digital Rights Management

Weitere ausführliche Adobe Präsentationen und Whitepaper über PDF Standards (PDF/A, PDF/X, PDF/E) finden Sie im Adobe PDF Portfolio, welches Sie von www.acrobat.com unter folgendem Link herunterladen können:

https://acrobat.com/#d=fqIQ3JmfRxiGhwDOo4Swdg

PDF/A COMPETENCE CENTER MITGLIEDER VORSTELLUNG

Adobe Sytems

Adobe und PDF: Dynamische Kommunikation und Zukunftssicherheit

Die Vision vom papierlosen Büro ist nie Wirklichkeit geworden. Heute existieren digitale Dokumente und solche aus Papier selbstverständlich nebeneinander. Die Technologie, die die Vorteile von herkömmlichem Papier mit der schnellen Austauschbarkeit von digitalen Dokumenten verbindet, ist das PDF (Portable Document Format) von Adobe. Anwender schätzen verlässliche PDF-Dokumente: Was auf dem Bildschirm zu sehen ist, kommt genauso aus dem Drucker, böse Überraschungen gibt es nicht. Adobe PDF-Dateien bewahren das Erscheinungsbild der Originaldokumente und alle Informationen des Ausgangsdokuments – Texte, Zeichnungen, 3D- und Farbgrafiken, Fotos und sogar die Business-Logik – unabhängig davon, welche Anwendung zur Erstellung benutzt wurde. Auch die Plattform spielt keine Rolle. PDF-Dateien lassen sich unter Macintosh, Microsoft Windows und UNIX sowie auf vielen mobilen Geräten anzeigen und ausdrucken. Jedes Dokument kann darüber hinaus beispielsweise mittels Passwort und/oder digitaler Signatur vor fremden Zugriffen geschützt und deshalb bedenkenlos digital verteilt werden.

In der aktuellen Version agiert das PDF wie ein flexibler Datencontainer. Mit Acrobat 9, der Software zum Erstellen, Aufbereiten und Weitergeben von PDF-Dokumenten, können neben Texten, Bildern oder 2D-Grafiken auch 3D-Daten und Multimedia-Inhalte wie Videos, Flash-Animationen und Audio-Dateien eingebettet werden. Zur Acrobat-Familie gehört der kostenlose Adobe Reader, das Standard-PDF-Leseprogramm. Da Acrobat sowie der Reader eine Flash-Runtime enthalten, ist kein sicherheitskritischer Aufruf eines externen Players notwendig. Damit ist die Zeit statischer digitaler Dokumente endgültig vorbei – Kommunikation erhält eine bisher nicht gekannte Dynamik.

Adobe Acrobat 9 Familie

Adobe Acrobat 9 ist das “Schweizer Taschenmesser für PDF-Dokumente“ und deckt die Bereiche Erzeugung, Aufbereitung und Verteilung von PDF-Dokumenten ab. Die Adobe Acrobat Familie besteht neben dem kostenlosen Adobe Reader 9 aus den kostenpflichtigen Produkten Acrobat 9 Standard, Acrobat 9 Pro und Acrobat 9 Pro Extended.

Eine der wichtigsten Neuerungen in Version 9 ist die Implementierung der Flash Runtime Engine in den Adobe Reader und in Acrobat. Mit den reichhaltigen Funktionen von Acrobat können nicht nur „dumme“ PDF-Dokumente über den Distiller, sondern intelligente interaktive PDFs aus unterschiedlichsten Anwendungen und Formaten erzeugt werden. PDF-Dokumente, die mit Adobe Acrobat erzeugt wurden können die komplette ISO 32000 Spezifikation abdecken. Dazu gehören Inhalte wie Texte, Bilder, Filme, Audio Inhalte, 2D-Vektorzeichnungen, 3D CAD-Modelle, Acroform oder XML-Formulare mit 2D-Barcode, Bemerkungen und Kommentare, Datei-Attachments, Metadaten, Objektdaten, Sicherheitseinstellungen vom einfachen Passwort bis hin zum verschlüsselten Dokument über Digital Rights Managment, Javascript Inhalte für komplexe Interaktionen, Validierungen oder Berechnungen und Digitale Signaturen.

Ab Acrobat 9 Pro ist der Anwender in der Lage, PDF-Dokumente für den Adobe Reader freizuschalten. Öffnet man mit Adobe Reader ein freigeschaltetes PDF-Dokument, stehen zusätzliche Funktionen, wie Kommentarwerkzeuge, Formulare abspeichern, Datei-Attachment, Messen, 3D-Schnitt oder freie Platzierung einer digitalen Signatur zur Verfügung. Hinzu kommt der Adobe LiveCycle Designer zur Erzeugung dynamischer XML-Formulare sowie die Preflight Engine, die neben der Validierung von PDF-, PDF/A-, PDF/X- oder PDF/E-Dokumente auch noch Konvertierungs- und Reparaturfunktionen anbietet.

Mit Acrobat 9 Pro Extended stehen neben zahlreichen 3D CAD-Konvertern auch der 3D-Reviewer zur Aufbereitung von 3D-Modellen für 3D-PDFs, eine komplette Engine zur Georeferenzierung von PDFs sowie ein Videokonverter für Flash Videos zur Verfügung. Zusätzlich wird auch noch Adobe Presenter mitgeliefert, mit dem man besprochene Powerpoint Präsentationen im PDF/Flash Format erzeugen kann.

Adobe LiveCycle ES2 – Katalysator für effizientere Prozesse im Enterprise-Umfeld

Adobe kombiniert die Qualität und Verbindlichkeit des PDF-Formats inklusive PDF/A mit den modernen Methoden der Benutzerführung und des Web 2.0 auf Basis der Adobe Flash- und AIR-Technologie. Adobe LiveCycle ES2 dient dabei als Integrationsplattform und Drehscheibe zu existierenden Backends. Schwerpunkt sind dokumentenbasierte Unternehmensprozesse, ergänzt um Formularabläufe bis hin zum Dokumentenschutz und -Kontrolle auf Basis von Rights Management.

Die Technologie bietet mobilen und lokalen Zugriff auf sensible Anwendungen sowie die Option zu deren Bereitstellung in der Cloud. Durch die Kombination bereits vorhandener Systeme mit LiveCycle ES2 lassen sich signifikante Produktivitätssteigerungen sowohl für das Business als auch für die IT realisieren. Zudem bietet die neue Version ein Rich Internet Application (RIA) Framework, mit dem sich individualisierbare Arbeitsumgebungen erstellen lassen.

Mit dem neuen Adobe LiveCycle Mosaic ES2 lassen sich personalisierte, aktivitätsorientierte und intuitiv nutzbare RIA-Anwendungen entwickeln. Zu den Verbesserungen in LiveCycle ES2 gehört auch der vereinfachte Zugriff auf Informationen und geschäftskritische Anwendungen, die sich über den Desktop und mobile Endgeräte nun schneller und flexibler steuern lassen. Adobe LiveCycle Workspace ES2 Mobile stellt den Zugang zu LiveCycle ES2 über das iPhone, den Blackberry™ und Windows™ Mobile-Geräte her, wodurch Nutzer auch unterwegs an geschäftskritischen Prozessen teilnehmen können. Die AIR-Anwendung Adobe LiveCycle Launchpad ES2 gewährleistet über den Desktop raschen und einfachen Zugriff auf die LiveCycle Services. Anwender können über eine einfache Drag-and-Drop-Oberfläche beispielsweise bequem PDFs erstellen oder Richtlinien für sichere Dokumentenprozesse hinzufügen.

Wenn es um die Strukturierung von Daten-, Meinungs- oder Informationssammlungen geht, kommen in Unternehmen, Behörden und anderen Organisationen in der Regel Formulare zum Einsatz. Auf Basis von Adobe LiveCycle Forms ES2 lassen sich Formular- und Dokumenten-basierte Prozesse effizienter und intelligenter organisieren. PDF-Formulare können automatisiert mit vorhandenen Daten vorbefüllt und in der richtigen Form an die jeweilige Empfängergruppe zugestellt werden. Adobe LiveCycle Reader Extensions ES2 ermöglicht die automatisierte Freischaltung zusätzlicher Funktionen im Adobe Reader, der praktisch auf jedem Rechner vorhandenen ist. So können neben Mitarbeitern auch externe Ansprechpartner wie Partner oder Kunden Dokumente öffnen, online wie offline bearbeiten und durch eine elektronische Signatur einwandfrei authentifizieren. Selbst dann, wenn eine handschriftliche Unterschrift notwendig sein sollte, ist über einen 2D-Barcode die automatische Übernahme der enthaltenen Daten in die IT-Systeme möglich. Da Formulare wie beispielsweise Kreditkartenanträge oftmals sensible Daten enthalten, spielt auch die Sicherheit eine Schlüsselrolle. Über Adobe LiveCycle Rights Management ES2 lassen sich diese Informationen daher auf Dokumentenebene automatisiert über den gesamten Prozess hinweg wirksam schützen. So können aufwändige Routineabläufe medienbruchfrei, effizient und trotzdem rechtsverbindlich abgewickelt werden.

Weitere Informationen unter www.adobe.com

 


 

EVENTS

21.–22. 01. 2010: SAP Dokumentenmanagement und Archivierung in Berlin

Beim zweitägigen Event, das im Hôtel Concorde Berlin stattfindet, tritt das PDF/A Competence Center als Sponsor und Aussteller auf. Im Vortragsprogramm wird unter anderem Dr. Uwe Wächter vom PDF/A Competence Center über das Thema “SAP und PDF/A” referieren.

www.marcusevansde.com/sap-dms

 

 


 

NEUE MITGLIEDER IM PDF/A COMPETENCE CENTER

Wir begrüßen die führenden Unternehmen der Branche als Mitglied im PDF/A Competence Center:

 


 

Über das PDF/A Competence Center

Das PDF/A Competence Center wurde 2006 als internationaler Verband gegründet. Ziel des Verbandes ist die Förderung des Informations- und Erfahrungsaustausches auf dem Gebiet der Langzeitarchivierung gemäß ISO 19005: PDF/A. Der Vorstand setzt sich aus Führungskräften der Unternehmen callas software GmbH, Compart AG, intarsys consulting GmbH, LuraTech Europe GmbH, PDF Tools AG (CH), PDFlib GmbH und der SEAL Systems AG zusammen.Innerhalb von weniger als drei Jahren traten über 100 Unternehmen und diverse Experten aus ca. 20 Ländern dem PDF/A Competence Center als Mitglied bei. Vorstandsvorsitzender ist Harald Grumser, Geschäftsführer der Compart AG. Hans Bärfuss, CEO der PDF Tools AG, Schweiz ist stellvertretender Vorstandsvorsitzender.

Kontakt

Association for Digital Document Standards e.V.

c/o LuraTech Europe GmbH
Thomas Zellmann
Kantstr. 21
D-10623 Berlin

Telefon: +49 30 394050 – 50

info@pdfa.org
www.pdfa.org

About PDF Association

Founded in 2006 as the PDF/A Competence Center, the PDF Association exists to promote the adoption and implementation of International Standards for PDF technology.

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